Mittwoch, 25. Februar 2026

Was am Vater gut war

 Mein Vater, der vor18 Jahren gestorben ist, war Alkoholiker, Kettenraucher und hatte eine narzisstische Persönlichkeitsschädigung. Sein Tod war eine Erleichterung für meine Mutter und mich.

Heute habe ich etwas über den neuen Tischtennisfilm „Marty Supreme“, an dem auch Timo Boll mitgewirkt hat, gelesen. Und mir ist etwas wieder eingefallen, das durch und durch positiv war in der Beziehung zu meinem Vater: Er hat mich ungefähr drei Jahre lang intensiv im Tischtennis trainiert, zuhause auf unserem Dachboden. Fast jeden Abend haben wir zwei Stunden gespielt. Er wollte damit nach eigener Aussage wieder eine Beziehung mit mir aufbauen. Das ist ihm gelungen, ich habe es mit Hingabe gemacht. Danach haben wir uns aufs Sofa geworfen, er hat die zweite Hälfte meiner Banane gegessen (ich habe immer nur eine halbe aufbekommen) und wir waren zufrieden und gut gelaunt.

Schöne Nebeneffekte dieser Zeit waren, dass ich im Verein zu spielen begann, an den Wochenenden zu Turnieren fuhr und meine Sportnote sich stark verbesserte.

Eine weitere positive gemeinsame Unternehmung war, dass wir über viele Jahre hinweg zusammen zu einer weiter entfernten Baumschule fuhren, um dort Eriken für den Laden zu holen, ein kleiner Ausflug, der gleichzeitig wichtig war, ich hatte eine Aufgabe und außerdem die Gelegenheit für ausführlichere Gespräche. In diese Reihe gehört auch das gemeinsame Pflanzen im Garten und bei Kunden.

Ein Silberstreif in der Erinnerung.


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